{"id":307,"date":"2017-02-08T09:51:21","date_gmt":"2017-02-08T07:51:21","guid":{"rendered":"http:\/\/medienrevolution.ch\/?p=307"},"modified":"2019-02-19T12:27:16","modified_gmt":"2019-02-19T10:27:16","slug":"dreiergruppen-moment-da-war-doch-mal-was","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.medienrevolution.ch\/?p=307","title":{"rendered":"Dreiergruppen? Moment, da war doch mal was"},"content":{"rendered":"[aesop_image imgwidth=&#8220;100%&#8220; img=&#8220;http:\/\/www.medienrevolution.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/goal_16_9.jpg&#8220; align=&#8220;center&#8220; lightbox=&#8220;on&#8220; captionposition=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n<p><strong>48 (achtundvierzig) Teams sollen 2026 an die WM reisen d\u00fcrfen. Friede, Freude, Eierkuchen f\u00fcr alle, die dabei sein k\u00f6nnen. Dass es dem spielerischen Niveau eher abtr\u00e4glich sein d\u00fcrfte, davon gehe ich&nbsp;&nbsp;\u2013 einige Monate nach der \u00abaufgestockten\u00bb&nbsp;Euro in Frankreich \u2013 eigentlich aus. Aber das wirkliche&nbsp;\u00dcbel ist f\u00fcr mich etwas ganz Anderes.<\/strong><\/p>\n<p>Arithmetisch ist es einfach: Bei 48 Teams an einer Endrunde musste sich die Fifa etwas einfallen lassen, um nicht schon in der Vorrunde das enge Zeitfenster von vier Wochen f\u00fcr eine WM zu sprengen. 48 Teams verteilt auf Vierergruppen, das h\u00e4tte zu 72 Vorrundenspielen gef\u00fchrt. Bei einem Modus mit Dreiergruppen hingegen bleibt es bei 48 Vorrundenspielen. So wie wir das z.B. von der WM in Brasilien kennen.<\/p>\n<p>Die Sache hat einen sportlichen Haken. In einer Dreiergruppe spielen jeweils zwei Teams gegeneinander, w\u00e4hrend das dritte Team nur zuschauen kann. Somit k\u00f6nnen sich die beiden Mannschaften unten auf dem Platz mehr oder weniger Absprechen, welches Resultat f\u00fcr beide am besten w\u00e4re. Wie? Das w\u00fcrde ein Fussballer nie machen? Oh doch! Wer 1982 schon Fussball konsumiert hat, der oder die weiss, wie so etwas aussieht.<\/p>\n<h3><strong>Einer schaut immer zu<\/strong><\/h3>\n<p>An der damaligen WM in Spanien trafen im letzten Gruppenspiel die Bundesrepublik Deutschland und &nbsp;\u00d6sterreich aufeinander. Algerien, ebenfalls in dieser Gruppe, musste zusehen, wie sich die BRD und \u00d6sterreich stillschweigend darauf einigten, das 1:0 zu verwalten, weil es beiden Teams zum Weiterkommen verhalf. Die gesamte zweite Halbzeit dieses Spiels (Ausz\u00fcge gibt\u2019s auf Youtube) bestand eigentlich nur noch aus R\u00fcckp\u00e4ssen an den eigenen Torh\u00fcter. Sehr zum Missfallen des Publikums. Das Spiel ging in die Geschichte ein als die \u00ab<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nichtangriffspakt_von_Gij%C3%B3n\">Schande von Gij\u00f3n<\/a>\u00bb.<\/p>\n<p>Wohlgemerkt: Der &nbsp;Weltfussballverband hat nach 1982 reagiert: An der darauffolgenden WM in Mexiko gab es Vierergruppen und die letzten beiden Gruppenspiele wurden zeitgleich angepfiffen (und 1992 wurde die R\u00fcckpassregel eingef\u00fchrt). Und jetzt werden diese Fortschritte mit dem erneuten \u00abflotten Dreier\u00bb wieder zunichte gemacht. Nat\u00fcrlich gibt es auch heute und auch in einer Vierergruppe noch M\u00f6glichkeiten, sich abzusprechen (und vermutlich kam das auch schon vor). Aber die Wahrscheinlichkeit ist weniger hoch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[aesop_image imgwidth=&#8220;100%&#8220; img=&#8220;http:\/\/www.medienrevolution.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/goal_16_9.jpg&#8220; align=&#8220;center&#8220; lightbox=&#8220;on&#8220; captionposition=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;] 48 (achtundvierzig) Teams sollen 2026 an die WM reisen d\u00fcrfen. Friede, Freude, Eierkuchen f\u00fcr alle, die dabei sein k\u00f6nnen. Dass es dem spielerischen Niveau eher abtr\u00e4glich sein d\u00fcrfte, davon gehe ich&nbsp;&nbsp;\u2013 einige Monate nach der \u00abaufgestockten\u00bb&nbsp;Euro in Frankreich \u2013 eigentlich aus. 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